Definierte Verschleißschutzschicht sichert lange Lebensdauer

Abwasserkanäle sind permanent hohen chemischen (chemische Stoffe wie Säuren, Laugen, etc.) und mechanischen Belastungen (Abrieb durch Schwebstoffe wie Sand und Kies oder Belastungen durch Hochdruckspülungen) ausgesetzt.

Erhöhter abrasiver Verschleiß führt bekannterweise zur Verkürzung der Lebensdauer. International werden die einzelnen Schlauchliner-Systeme im Rahmen der Zulassungen hierzu getestet und müssen die Eignung für eine Nutzungsdauer von mindestens 50 Jahren nachweisen.


Alphaliner - Verschleißschutzschicht

Der Alphaliner weist im Vergleich zu allen anderen Schlauchlinern eine besonders hohe Oberflächenqualität auf. Dafür sorgt eine vliesgebundene Reinharzschicht von ca. 0,5 mm (mindestens 0,4 mm gemäß DIBt-Zulassung Z-42.3-447) bzw. 0,3 mm (Alphaliner500G). Der Alphaliner ist zurzeit der einzige Schlauchliner weltweit, bei dem die Mindestdicke der Verschleißschicht auf der Rohr-Innenseite definiert wird. Diese besonders glatte und widerstandsfähige Schutzschicht gibt dem Alphaliner eine hervorragende Abriebfestigkeit.

Alphaliner - QuerschnittAn der Oberfläche des Alphaliners, und damit dort, wo diese Schutzschicht ihre Funktion erfüllt, wird dafür bei der Produktion ein spezielles in einem getrennten Prozess mit Harz getränktes Polyestervliesgewebe aufgebracht. Eine exakte Einstellung des Harzgehaltes wird somit gewährleistet. Dieses zu ca. 85 Prozent mit Harz getränkte Vlies verbindet sich unlösbar mit dem statisch tragenden Glasfaserkomplex und sorgt neben einer besonders glatten auch für eine höchst beanspruchbare Oberfläche.

Die Abnutzung der Verschleißschicht darf gemäß dem DWA-Arbeitsblatt A 143-3 die Funktionstüchtigkeit und die Lebensdauer des Liners nicht beeinträchtigen und der Hersteller muss diese im Eignungsnachweis gemäß DIN EN 295-3 (Darmstädter Kipprine) und DIN 19523 (Hochdrückspülversuch) ausführlich darstellen und beschreiben. Vorgeschrieben wird, dass die Verschleißschicht immer dicker sein muss, als der im Darmstädter Kipprinnenversuch (EN 295-3) für den Liner ermittelte Abriebwert, und dass diese nicht Bestandteil der statisch relevanten Verbunddicke des Liners ist. Liegt kein Nachweis nach EN 295-3 über die Abriebwerte vor, ist eine Erhöhung der Wanddicke des gesamten Liners um 1 Millimeter als zusätzliche Verschleißschicht zu berücksichtigen.

In Deutschland wird als erstem Land in dem aktuellen DWA-Arbeitsblatt A 143-3 (Gelbdruck 2012) jetzt verbindlich vorgeschrieben, dass vor Ort härtende Schlauchliner grundsätzlich mit einer Verschleißschutzschicht ausgestattet sein müssen.

Schlauchliner - Aufbau (Quelle: DWA) - für größere Ansicht auf das Bild klickenDie Verschleißschicht kann als

  • Integrierte Beschichtung (thermoplastisches Material),
  • Reinharzschicht (reines Harz – Coating)

oder als

  • Glas-, filz- oder vliesgebundene harzreiche Schicht

auf der Innenoberfläche des Schlauchliners bestehen. Die harzreichen Verschleißschichten zeichnen sich gegenüber der integrierten Beschichtung durch sehr hohe mechanische Widerstandsfähigkeit aus. Verschleißschichten als Reinharzschicht bei Schlauchlinern basierend auf Harzüberschüssen aus dem tragenden Laminat sind nicht kontinuierlich reproduzierbar. Je nach Harzviskosität, Druckbeaufschlagung des Liners, etc. schwankt die Harzschicht in ihrer Dicke erheblich und kann somit bei besonderen mechanischen Belastungen erhöhten Abrieb aufweisen oder durch regelmäßige Hochdruckreinigungen des Kanals speziell in der Rohrsohle beschädigt werden. Mit der glas-, filz- oder vliesgebundenen harzreichen Schicht auf der Tragschicht ist es möglich, die Dicke reproduzierbar konstant bei jedem Liner zu realisieren.

Vliesmaterialien wie z.B. Polyestervliese gewährleisten einen sehr hohen Harzanteil in dieser Schicht von mindestens 80-90%. Polyestervliese haben sich in der Anwendung bei Schlauchlinern mit ihren speziellen Eigenschaften seit über 15 Jahren bewährt.

Alphaliner - Belastungstest HochdruckspülungFür das Alphaliner-System wurde im Darmstädter Kipprinnenversuch ein Abriebwert von 0,23 mm ermittelt. Mit einer durchgängig überlappenden Reinharzschicht von ca. 0,5 mm verfügt dieser Schlauchliner damit nachweislich über hohe Sicherheitsreserven. Alle anderen Schlauchlinersysteme weisen die Dicke der Verschleißschicht nicht aus. Somit sind bei diesen Linern auch keine Aussagen über die Sicherheitsreserven möglich. Sicherheitsreserven sind aus Erfahrung insbesondere bei Hochdruckspülungen notwendig, da es in der Praxis vor allem aus Unwissenheit bei der Reinigung der Kanäle häufig zu höheren Druckbelastungen kommt, als in der Zulassungsprüfung gemäß DIN 19523 angegeben.

Bei den bislang seit Anfang 2010 eingebauten ca. 2.000.000 Metern Alphaliner wurden keine Oberflächenbeschädigungen bekannt.

Das Alphaliner-System ist eine sichere und wirtschaftliche Investition für die dauerhafte Sanierung von Abwasserkanälen in Kommunen und Industrieanlagen.


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RELINEEUROPE - Flyer definierte Verschleißschutzschicht

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